Jeder der Videospiele spielt, weiß, dass einem die Spiele am meisten Spaß machen, die u.a. auch herausfordernd sind, die, bei denen es schwierige Aufgaben zu meistern gibt. Spiele die uns hingegen nicht fordern, werden uns schnell langweilig und fristen ein einsames Dasein im Regal oder heutzutage in der Steam Bibliothek. Im echten Leben hingegen, glauben wir aber meist, dass ein einfacheres, gemütlicheres Leben uns befriedigen würde. Oft brauchen wir aber kein einfacheres Leben, sondern vielmehr das Gegenteil, eine Aufgabe die uns fordert. Manchmal merken wir das nicht, weil wir mit Aufgaben zugedeckt sind, die uns nicht fordern, aber trotzdem erledigt werden müssen oder sollen. Manchmal suchen wir auch nach einer Aufgabe und finden keine die uns anspricht, oder wir finden welche und machen sie uns durch denken und grübeln madig. Was wir dabei übersehen, eine herausfordernde Aufgabe muss nichts großartiges, außergewöhnliches sein, kein Megaprojekt oder gar im Trend sein. Alleine, dass man jeden Tag mit sich selber auskommen soll, kann man ja schon als herausfordernde Aufgabe sehen. Nimmt man diese Herausforderung an, so wird man ein Leben lang heraus gefordert und erlebt als Belohnung sein eigenes Wachstum. Im Prinzip kann man jede Tätigkeit zu einer spannenden Herausforderung machen. Oft gilt, je einfacher um so besser. Z.B. Hausarbeit. Achtsam Abwaschen, oder alle Ecken beim Staubsaugen erwischen. Das gute daran, man braucht keine Monate oder Jahre um das Ergebnis zu haben und wir verlieren so, sehr schnell die Angst vor schwierigeren Herausforderungen. Nach einem oder zwei Level Ups stellen wir uns vielleicht der Herausforderung die Beziehung zum Lebenspartner oder der Familie zu verbessern. Es geht also nicht immer darum, dass uns die spannenden Aufgaben fehlen oder die unspannenden zu viel sind, sondern darum, sich den vorhandenen Aufgaben so zu stellen, dass sie spannend sind. Und sollte es wirklich mal an Aufgaben fehlen so kann man sich ja immer etwas überlegen. Dabei ist dann nicht wichtig ob die Aufgabe sinnvoll ist, sonder nur ob man sich ihr stellt. Es geht darum in Bewegung zu bleiben oder zu kommen. Vom nichts tun im Sinne von, sich keiner Herausforderung stellen, kommen auch keine neuen Ansichten, Wege und Ideen. Auch keine sinnvollen spannenden Aufgaben.


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